History & Play
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Rückblick zum 8. Filmforum Selbstgedrehtes
Wie immer fand das Kurzfilmfestival im Programmkino Zazie statt. Trotz des parallel im Fernsehen gezeigten Fußballspiels und der zahlreichen Public Viewings war der Kinosaal voll. Auch dieses Jahr zeigten die eingereichten Beiträge den hohen Stellenwert, den das hallesche Festival für junge FilmemacherInnen hat.
Aus diesmal weit über sechzig Einsendungen wurde eine Auswahl von sechs Filmen getroffen. Daniel Böhmes Spiel mit gezinkten Karten erzählt eine klassische Gangstergeschichte, die kunstvoll mit den Mitteln des Film Noir arbeitet. Sebastian Brüders Reise zum Mars ist dagegen eine optisch opulente Verbeugung vor den Science-Fiction-Vorstellungen der Zwanziger Jahre. Der auf einer Drehbuchidee des Bauhaus-Pioniers Walter Dexel basierende Film entstand ebenso wie Jana Keuchels Anders war früher am Weimarer Bauhaus. Thomasz Banischs Weißes Rauschen, freundliche Libido setzt sich mit dem Thema des „Dogs, Bones and Catering“ in Dresden auseinander. Im Rahmen der halleschen „European Animation Master Class“ entstand Francisco Povedas The white rider. Poveda erzählt in düsteren Grautönen einen verstörenden Drogenalptraum. Als letzter Beitrag wurde der am halleschen medienwissenschaftlichen Institut entstandene Frisch machen gezeigt. Friedemann Ebelt geht in seinem Kurzfilm den tierischen Hintergründen der Seifeherstellung auf den Grund.
Die Entscheidung machte sich die Jury, unter anderem vertreten durch Prof. Dr. Gerhard Lampe und Friedemann Fanenbruck, dieses Jahr nicht leicht. Nach langer Diskussion befand sie, dass sich der hohe Produktionsstandard vieler Beiträge mit dem Charakter des Selbstgedrehten nicht vertragen würde. Allein zwei Filme befand die Jury für würdig, in die engere Preisauswahl zu gelangen. Letztendlich fiel die Wahl auf Friedemann Ebelts "Frisch machen", der dafür neben der Gläsernen Kamera auch den durch den Format Filmkunstverleih Halle gestifteten Geldpreis entgegen nehmen durfte. Den Publikumspreis erhielt Sebastian "Brüders Reise zum Mars", der sicherlich auch zukünftig für Sympathien auf diversen Festivals sorgen wird.
Rückblick zum 7. Filmforum Selbstgedrehtes
Beim 7. Filmforum Selbstgedrehtes am 14.10.2009 wurden sieben Filme aus dem Mitteldeutschen Raum gezeigt:
- Ein Augenblick von Alice von Gwinner (Weimar)
- Stille ist mein Applaus von Sebastian Löffer, Peter Holló, Laura Großer (Leipzig)
- The Reason Why von Karsten Kirchhoff (Magdeburg)
- Territory von Wei Hou (Halle)
- Tupper Heldin von Jördis Kühne (Halle)
- Hattula von Katrin Beckmann (Weimar)
Nach den Filmen, aber vor der Preisverleihung, stellte die Organisatoren das hallische Kunstausstellungskonzept „kunst in betrieb“ vor.
Die Jury, bestehend aus Dr. Claudia Schreiner (Programmchefin Kultur & Wissenschaft des MDR), Prof. Dr. Gerhard Lampe (Medien- und Kommunikationswissenschaften der MLU), Dr. Sebastian Pfau (Medien- und Kommunikationswissenschaften der MLU), Daniel Herrmann (Künstlerischer Direktor der Werkleitz Gesellschaft) und Christine Faust (Gewinnerin des 6. Filmforum Selbstgedrehtes) kürten den ersten Platz.
Die Gewinnerin, Alice von Gwinner, Macherin des Kurzfilms „Ein Augenblick“, konnte sich über ein Preisgeld von 400 Euro dank der Unterstützung des Format Filmkunstverleih freuen. Der Preis geht in Verbindung mit dem Glas-Award vom halleschen Künstler Egges an den besten Film. Auch das Publikum im wieder ausverkauften Kino Zazie durfte seinen Favoriten wählen. Jordis Kühne erhielt für „Tupperheldin“ einen Gutschein im Wert von 100 Euro für eine Technikausleihe bei der Werkleitz Gesellschaft.
Das Publikum, wie auch die Jury zeigten sich erfreut über die hohe Qualität aller Beiträge. Im Vordergrund der Veranstaltung stand auch dieses mal der Austausch zwischen Filmemachern, Jury und Publikum. Vor allem über den Film „The Reason Why“ von Karsten Kirchhoff entstand eine breite Diskussion über die Darstellung von Terror und seinen Wurzeln im Film. Ziel des Forums war es auch diesmal voneinander zu lernen und im besten Fall neue Projekte entstehen zu lassen.
Rückblick zum 6. Filmforum Selbstgedrehtes
Am 27.01.2009 fand das 6. Filmforum Selbstgedrehtes im Kino Zazie statt.
Gewinner des legendären SELBSTGEDREHTES-Glaspokal, hergestellt vom halleschen Glaskünstler Egges, und des mit 300 € (gestiftet vom Format Filmkunstverleih) dotierten Jurypreises wurde "Des Geiers goldene Zeit" von Christine Faust.
Das Publikum wählte dieses Jahr gleich drei Filme mit der exakt gleichen Stimmenanzahl zu ihrem Favoriten: "Dentissimo" von Maurice Hüsni, "Wenn ein Tag kein Sonntag wär" von Franziska Junge und "Des Geiers goldene Zeit". Da letzterer Film bereits den Jurypreis inne hatte, wurde er beim Publikumsvoting nicht mit dem Preis ausgezeichnet. So teilten sich die beiden anderen den Gutschein für die Ausleihe von professioneller Filmtechnik aus der Medienwerkstatt der Werkleitz Gesellschaft im Wert von 200 €.
Rückblick zum 5. Filmforum Selbstgedrehtes
Beim 5. Filmforum Selbstgedrehtes am 04.07.2007 im Kino Zazie kürte die Jury rund um Professor Gerhard Lampe am Ende den Film "Agua" von Alejandro Valbuena zum Gewinnerfilm. Der junge Spanier, der an der Burg Giebichenstein Kunst studiert, konnte sich damit über den 100€ Gutschein für Technikausleihe von der Werkleitz Gesellschaft freuen. Außerdem konnte er den Glas-Award vom Halleschen Künstler Egges in die Höhe heben. 2. und 3. Platz der Juryentscheidung: "Leben auf Hochglanz" von Franziska Runge aus Leipzig und "ohne Titel" von Hung Jun Park, ebenfalls Kunststudent an der Burg.
Auch der Publikumspreis ging an "Agua". Die Holzkamera, ebenfalls von Egges hergestellt, sowie das Schnittplatzpraktikum bei digital images ging damit an den 2. Platz der Publikumswertung: "Schokolade im Bauch" von Lena Libertà von der Bauhaus Universität Weimar.
Hier könnt Ihr Euch den Gewinner des Letzten Filmforums anschauen: Agua (Alejandro Valbuena)

